Kurze Info über die AGP-Technik und Spannungen

AGP steht für Accelerated Graphics Port, was im Deutschen so viel bedeutet wie beschleunigter Grafiksteckplatz. Im Jahre 1997 verbaute Intel erstmals einen AGP-Steckplatz auf einem Motherboard, um die Leistungsfähigkeit von Grafikkarten zu beschleunigen, indem unter anderem der Datendurchsatz erhöht wird. AGP ist aber kein Ersatz für die PCI-Steckplätze und wird lediglich von Grafikkarten verwendet.

Der AGP-Steckplatz hat sich ab dem Jahre 1998 zum Standard entwickelt und viele Jahre lang auf Mainboards verbaut. AGP wurde durch PCI-Express abgelöst.

AGP Grafikkarte

AGP Grafikkarte

Das besondere am AGP ist die Tatsache, dass eine Punkt-Zu-Punkt-Verbindung zwischen der Grafikkarte und dem Hauptspeicher vorhanden ist, so dass die Grafikkarte direkt und ohne Umwege auf den Hauptspeicher des Rechners zugreifen kann. Hieraus ziehen so genannte Shared Memory Grafikkarten, also Grafikkarten ohne eigenen Grafikspeicher, ihren Nutzen.

Es gibt drei Spezifikationen von AGP, nämlich AGP 1.0, AGP 2.0 und AGP-Pro. Die Spezifikationen von AGP 2.0 sind folgende:

  • AGP1x : Transferrate 266 MByte/s (4 Byte pro Taktzyklus)
  • AGP2x : Transferrate 533 MByte/s (8 Byte pro Taktzyklus)
  • AGP4x : Transferrate 1066 MByte/s (16 Byte pro Taktzyklus)
  • AGP8x : Transferrate 2133 MByte/s (32 Byte pro Taktzyklus)

AGP Pro basiert auf AGP 2.0, besitzt aber einen größeren Steckplatz, der zusätzliche Stromversorgungsanschlüsse beinhaltet. AGP ist abwärts-, aber nicht aufwärtskompatibel. Beispielsweise kann man eine AGP 2.0 Grafikkarte nicht in einem AGP 1.0 Steckplatz betreiben. Umgekehrt wäre dies aber möglich.

Die Spannungsversorgung lag ursprünglich bei 3,3 Volt, wurde aber später auf 1,5 Volt herabgesetzt. Folgende Abbildung soll verdeutlichen, woran man erkennen kann, welche Grafikkarte welche Spannung benötigt:

Spannung einer AGP Karte