XGI Volari V5 (XG40) - Technische Informationen zum Grafikchip

Mit dem Grafikchip-Hersteller XGI bekamen die Platzhirsche Nvidia und ATI Ende des Jahres 2003 ernsthafte Konkurrenz. Mit einer breiten Produktpalette sollten Käufer im Einsteiger-, Massen- und High-End-Markt gewonnen und durch die DUO-Modelle, bei denen gleich zwei Grafikchips auf einem einzigen Grafikboard für die Grafikberechnungen zuständig waren, Aufsehen erweckt werden.

XGI Volari V5 Logo

Insgesamt drei Produkte hatte XGI auf dem Markt veröffentlicht. Die Volari V3-Modelle traten in den Kampf gegen Nvidia's Geforce FX 5200 und ATI's Radeon 9200 und konnten diese im Preis deutlich schlagen. Die Leistungsfähigkeit der XGI Volari V 3hingegen war alles andere als zufriedenstellend. Für den High-Markt wurde die Volari V8 konzipiert. Hier gab es gleich drei Varianten, nämlich die Volari V8 und V8 Ultra, welche offiziell auf dem Niveau einer Radeon 9500 Pro und Radeon 9600 Pro eingestuft wurden, und das Topmodell Volari DUO V8 Ultra.

Bei letzterer Variante werkeln gleich zwei Volari V8 Ultra GPU's, so dass die Leistungsfähigkeit laut XGI einer Radeon 9800 Pro ähnelt.

Für den breiten Massenmarkt wurde zu guter Letzt die Volari V5 auf dem Markt veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um eine abgespeckte Volari V8, die den typischen Einschnitten unterliegen musste, um hauptsächlich Kosten zu sparen. Mit einer gesunden Mischung aus günstigem Preis und Leistungsfähigkeit konnte XGI ein passendes Produkt für den Mainstream-Markt bereit stellen.

Technische Daten

Wie bereits erwähnt basiert die Volari V5 auf der GPU der Volari V8. Somit ist es kein Wunder, dass in beiden Modellen der XG40-Chip eingesetzt wird. Dieser wird wie alle Volari-Modelle in der 0,13µm-Technologie hergestellt und besteht aus rund 75 Millionen Transistoren. Das ist zwar das Dreifache einer Volari V3, im Vergleich zu den Konkurrenten Radeon 9500 Pro (107 Millionen) oder Radeon 9800 Pro (110 Millionen) aber deutlich weniger.

Bei der Volari V5 wurden Einschnitte bei den Pixelpipelines und Pixelshader vorgenommen. So besitzt sie nur 4 der 8 Pixelpipelines und nur 2 der 4 Pixelshadereinheiten, was die Volari V5 im Vergleich zur großen Volari V8 deutlich in der Leistungsfähigkeit einschränkt. Das Speicherinterface blieb unangetastet und ist mit 128 Bit typisch für eine Mainstream-Karte aus dieser Zeit.

Insgesamt gibt es drei Volari V5-Varianten. Das kleinste Modell, die Volari V5, wird mit 300 MHz getaktet und ist ansonsten identisch zu allen anderen V5-Modellen. Bei der Volari V5 Ultra wurde der Chiptakt um 50 MHz auf 350 MHz angehoben, was sich aber nicht spürbar auf die Performance auswirkt. Etwas aus der Reihe tanzt die Volari DUO V5 Ultra. Hier kommen gleich zwei Volari V5 Ultra GPU's auf einem Grafikboard zum Einsatz, welche die 3D-Berechnungen parallel abarbeiten. Der Chiptakt ist identisch zur Volari V5 Ultra.

XGI Volari DUO V5 Ultra
XGI Volari DUO V5 ultra

 

Wie hoch der Speicher bei den einzelnen Modellen getaktet wird, hängt davon ab, ob herkömmlicher DDR- oder DDR-2-Speicher eingesetzt. Bei letzterem sind deutlich höhere Taktraten möglich, so dass Volari V5-Modelle mit DDR-2-Speicher höher getaktet werden. Bei dem kleinsten Modell der Volari V5-Serie beträgt der Speichertakt mit DDR1-Speicher 650 MHz DDR, mit DDR-2 900 MHz. Das ist ein großer Unterschied und gerade der Speicherdurchsatz ist in 3D-Spielen sehr wichtig, so dass die DDR-2-Modelle spürbar schneller sind. Bei der Volari V5 Ultra wird der Speichertakt bei der DDR-2-Variante von 750 auf 1000 MHz DDR angehoben.

  Volari V3 Volari V5 Volari V5 Ultra Volari V8 Volari V8 Ultra Volari Duo V5 Ultra Volari Duo V8 Ultra
Chiptakt 300 Mhz 300 Mhz 350 Mhz 300 Mhz 350 Mhz 350 Mhz 350 Mhz
Speichertakt DDR/DDR2 600 Mhz 650/900 Mhz 750/1000 Mhz 650/900 Mhz 750/1000 Mhz 750/1000 Mhz 750/1000 Mhz
DirectX 8.1 9 9 9 9 9 9
OpenGL 1.3 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4
Vertexshader 1 2 2 2 2 4 (2*2) 4 (2*2)
Pixelshader 1 2 2 4 4 4 (2*2) 8 (2*4)
Pixelpipelines 2 4 4 8 8 8 (2*4) 16 (2*8)
Shader-Version 1.3 2.0 2.0 2.0 2.0 2.0 2.0

Ein großer Nachteil der Volari V3-Karten ist die Tatsache, dass diese Modelle lediglich DirectX 8.1 unterstützen. Somit bricht die Leistungsfähigkeit in DirectX 9-Anwendungen ein und zusätzlich leidet die Grafikqualität. Bei den Volari V5 und V8 Modellen ist dies nicht der Fall, denn diese Karten unterstützen hardwareseitig DirectX 9, da Pixel- und Vertexshader in der Version 2.0 eingesetzt wird.

XGI Volari Leistungsfähigkeit

Technische Übersicht

  • Hersteller: XGI
  • Modell: Volari V5
  • Codename: XG40
  • Erschienen: 4. Quartal 2003
  • Transistoren: 75 Mio
  • Chiptakt: 300 (V5), 350 MHz (V5 Ultra)
  • Speichertakt: 750 MHz (DDR1) oder 1000 MHz (DDR2)
  • Speicherinterface: 128 Bit
  • Pixelpipelines: 4
  • Pixelshadereinheiten: 2
  • Vertex Shader 2.0
  • Pixel Shader 2.0
  • DirectX 9
  • Interface: AGP
  • Basiert auf SiS Xabre