ATI Radeon 7500 - Bilder, Benchmarks, Technische Daten

ATI Radeon 7500 LogoDer ATI Radeon 7500, dessen Codename RV200 lautet, war der unmittelbare Nachfolger des ersten Radeon (oder auch unter Radeon 256 bekannt). Dieser wurde auf dem Mainstreammarkt veröffentlicht, um in der vorweihnachtlichen Zeit des Jahres 2001 dem Geforce 2 Pro von Nvidia gehörig Druck zu machen. Mit dem Radeon 7500 führte ATI neue Produktnamen für seine Grafikkarten ein, um die in der Vergangenheit häufig auftretenden Verwirrungen zu vermeiden. So steht die erste Zahl beim Radeon 7500 für die DirectX-Kompatibilität, also DirectX 7, und darauf folgenden Zahlen für das Performance-Level. So machte ATI ein Ende mit den Abkürzungen wie "LE" und "VE", bei denen der Endanwender nie so richtig durchblickte und daher eine Verwirrung entstand.

Gegenüber seinem Vorgänger dem Radeon hat der Radeon 7500 keine technologischen Fortschritte gemacht und somit keine neuen grafischen Effekte mit sich gebracht. Trotzdem ist er viel leistungsfähiger, was auf der neuen 0,15µm-Technologie basiert, denn der Vorgänger wurde noch mit 0,18µm großen Transistoren hergestellt. Dieses "Shrinking" ermöglicht dem Radeon 7500 höhere Taktraten, wodurch er mit zu der Zeit beachtlichen 270 Mhz getaktet wurde. Dies sind 87 Mhz mehr als beim Radeon, der mit 183 Mhz Taktfrequenz betrieben wurde. Die Anzahl der Pixelpipelines blieb aber bei zwei, welche jeweils drei Texturen pro Takt verarbeiten können. Der direkte Hauptkonkurrent, der Geforce 2 Pro, besitzt vier dieser Pixelpipelines, doch können diese nur zwei Texturen pro Takt verarbeiten.

Leistungsstarke DualDisplay-Karte

ATI Radeon 7500 GrafikkarteIn einer Hinsicht war der Radeon 7500 aber doch innovativ: ATI versah den neuen Grafikchip mit einem zweiten RAMDAC sowie umfangreiche TV-Out-Funktionen, wie wir sie bereits vom Radeon VE kennen. Somit war sie die erste Dual Display Karte mit adäquater 3D Gaming Performance. Vor allem für Programmierung und Bildbearbeitung sind zwei Bildschirme sehr von nutzen, doch dies bedeutete bis zur Radeon 7500, dass man einen Kompromiss eingehen musste: src="fileadmin/Grafikchips/ akzeptable 3D Performance mit einer Geforce 2 MX400 bei schlechter Bildqualität auf dem zweiten Schirm oberhalb von 1024x768, oder gute Dual Display Eigenschaften in Form einer RADEON VE oder Matrox G450/G550, aber sehr mäßiger 3D Performance oberhalb 800x600-16. Hier springt die Radeon 7500 ein. Sie war die erste Karte die ordentliche 3D Performance und DualDisplay-Eigenschaften kombinierte. Der zweite 350MHz RAMDAC sorgt für entsprechend gute Bildqualität auf dem zweiten Schirm. Die Anschlussmöglichkeiten entsprechen denen der ATI Radeon VE.

ATI Radeon 7500 im Vergleich

Leistungsmäßig kann die Radeon 7500 den Geforce 3 zwar nicht gefährden, doch schafft sie es, dem Geforce 2 Pro überwiegend den Schneid abzukaufen. Anhand dieser Tabelle ist dies doch ein wenig verwunderlich, denn ein Grafiktakt von 290 Mhz, ein mit 460 Mhz getakteter DD-Ram und eine 128 Bit Speicheranbindung sind Werte, die selbst die Geforce 3 nicht erreicht. Schuld daran, ist die noch veraltete Grafikchiparchitektur des Radeon 7500, welche ja zum größten Teil noch vom Radeon stammt. Deswegen rechnet die Radeon 7500-Karte nicht so effektiv ein Geforce 2 Pro bzw. Geforce 3.

Chip Name RADEON VE RADEON
7500
GeForce 2
MX400
GeForce 2
PRO
GeForce 3
Core RADEON VE RV200 NV 11 NV 15 NV 20
Herstellungsprozess 0.18 Micron 0.15 Micron 0.15 Micron 0.18 Micron 0.15 Micron
Chiptakt 183 MHz 290 MHz 200 MHz 200 MHz 200 MHz
Speichertakt 183 MHz 460 MHz (DDR) 166 MHz 400 MHz (DDR) 460 MHz (DDR)
Speichertyp SDRAM SDRAM SDRAM SDRAM SDRAM
Speicherbus 64Bit DDR 128Bit DDR 128 Bit 128Bit DDR 128Bit DDR
Speichergröße 32 MB 64 MB 32/64 MB 32/64 MB 64 MB
RAMDAC (S) 300/300 MHz 350/350 MHz 350 MHz 350 MHz 350 MHz
DualDisplay YES YES Optional - -
Businterface AGP 1x/2x/4x AGP 1x/2x/4x AGP 1x/2x/4x AGP 1x/2x/4x AGP 1x/2x/4x
T&L - YES YES YES YES
DirectX
Generation
DX7 DX7 DX7 DX7 DX8
Pixel Shader - - - - YES
Vertex Shader - - - - YES
Render Pipelines 1 2 2 4 4
Teturen pro Pipe 3 3 2 2 2

an sollte aber auch nicht vergessen, welches Einsatzgebiet für die Radeon gedacht war. Die DualDisplay-Funktionen und das TV-Out sind für richtige 3D-Gamer uninteressant, daher war der Radeon vor allem für den so genannten Mainstream-Markt gedacht. Möglichst viele Funktionen und Anschlüsse sollten auf dieser Karte untergebracht werden. Für den 3D-Gamer wurde kurze Zeit später mit dem ATI Radeon 8500 eine leistungsfähige Alternative zum High-End-Model Geforce 3 veröffentlicht.

Technische Daten

  • Erschienen im November 2001
  • Herstellungsprozess: 0,18µm
  • Transistoren: 30 Millionen
  • Chiptakt: 290 Mhz
  • Speichertakt: 460 Mhz
  • Speichertyp: DD-Ram
  • Speicheranbindung: 128 Bit
  • RAMDAC: 2x 350 Mhz
  • AGP: 1x/2x/4x
  • Transform & Lightning-Engine
  • DirectX 7-Kompatibel
  • TV-Out, DVI
  • Dual-Display-Funktion
  • HyperZ-Speichertechologie
  • Auflösung bis zu 2048x1536 bei 32 Bit
  • 100% DVD-Unterstützung

Benchmarks

Als Testplattform diente ein AMD Athlon C 1333 Mhz, ein MSI K7 Master-S Mainboard, 256 MB DD-Ram PC266 und Windows 98 SE.

Giants - DirectX 7 Spiel - T&L 1024x768x32 Bit

Geforce 2 Pro
 

 59

Geforce 3
 

 71

Radeon 64 MB DDRam
 

 36

Radeon 7500
 

 48


DasSpiel "Giants" setzt vollkommen auf DirectX 7 und somit haben Nvidia-Karten mit einer integrierten Transform & Lightning-Engine Vorteile. Die Radeon-Karten besitzen zwar auch eine T&L-Einheit, diese scheint aber nicht so effektiv zu arbeiten.

PowerVR Villagemark - OpenGL 1024x768x32 Bit



Geforce 2 Pro
 

 36

Geforce 3
 

 65

Radeon 64 MB DDRam
 

 42

Radeon 7500
 

 65


Der Benchmark "Villagemark" kommt aus dem Hause PowerVR, dem Hersteller der Kyro-Karten. Die Kyro-Karten sind dafür bekannt, dass sie nur sichtbare Texturen verarbeitet, die verdeckten Texturen somit ignoriert. In diesem Benchmark fährt eine Kamera durch ein Dorf mit zahlreichen Häusern. Die Kyro-Karten berechnen nur die sichtbaren Häuser, andere Grafikkarten berechnen ALLE Häuser. Da der Radeon 7500 teilweise genauso vorgeht, kann er sogar mit der Geforce 3 gleichziehen.

3D Mark 2001 - DirectX 8 - T&L / Pure HW T&L 1024x768x32 Bit



Geforce 2 Pro
 

 3.929

Geforce 3
 

 6.547

Radeon 64 MB DDRam
 

 3.405

Radeon 7500
 

 4.391


Der 3D Mark 2001 setzt auf DirectX 8. Die Geforce 3 kann daher mit dem integriertem Vertex- und Pixel-Shader den anderen Karten ohne Probleme wegziehen. Doch die Radeon 7500 erreicht mit 4.391 Punkten ein beachtliches Ergebnis!