Infos zur Nvidia Geforce FX 5950: Bilder, Benchmarks, Technische Daten

Die Ankündigungen aus der Spiele-Industrie erschrecken jeden PC-Besitzer eines etwas älteren Modells, denn mit Einführung des DirectX 9-Egoshooters "Doom III" wird von einem Computer deutlich mehr abverlangt als man es noch in der Vergangenheit von einem neu eingeführten Spiel erwarten konnte. Aus diesem Grund überschlagen sich zur Zeit die Ereignisse im Kampf um den heißbegehrten Grafikkartenmarkt, denn Nvidia, ATI und seit kurzer Zeit auch XGI bringen immer wieder überarbeitete Versionen der aktuellen Flagschiffe auf den Markt.

Als neue Oberklasse zieht die Geforce FX 5950 Ultra alias NV38 als Ablösung der FX 5900 ins Feld. Die Geforce FX 5950 ist zwar kein völlig neuer Grafikchip, was man auch an der Namensgebung erkennt, denn Nvidia hat das neue Modell bewusst nicht "Geforce FX 6000" genannt, was die logische Schlussfolgerung gewesen wäre. Der Geforce FX 5950, welcher auch unter dem Namen NV38 bekannt ist, ist vielmehr ein überarbeiteter Geforce 5900, um aus letzterem Modell die optimale Performance herauszukitzeln.

Geforce FX 5950

Der Geforce FX 5950 ist kein neuer Grafikchip, sondern ein
überarbeiteter Geforce 5900.

Die "krumme" Produktbezeichnung verwirrt auf den ersten Blick. Nvidia nimmt den komplizierten Namen bewusst in Kauf und verzichtet auf die namenstechnisch eigentlich logischere Bezeichnung FX 6000, da dieser ein völlig neues Produkt andeuten würde. Genau das ist die FX 5950 aber nicht. Die Technik ist absolut identisch mit der FX 5900 und da bei dieser der Name "Ultra" bereits vergeben ist, zählt man auf die Bezeichnung Ultra einfach noch mal fünfzig drauf. Standard-Versionen, also so genannte "Non-Ultras" wird es von der 5950 übrigens nicht geben.

Technische Erneuerungen

Der Geforce 5950 Ultra verfügt über die gleichen technischen Eigenschaften wie der Vorgänger Geforce FX 5900. So wird der Geforce FX 5950 weiterhin in der 0,13µm-Technologie hergestellt und die Anzahl der Transistoren, aus denen der Grafikchip besteht, beläuft sich ebenfalls auf stolze 130 Millionen. Des Weiteren verfügt der Geforce FX 5950 einen 256 Bit breiten Speicherbus und verfügt somit wie sein Vorgänger über eine solide Basis für einen hohen Speicherdurchsatz.

Geforce FX 5950

Doch warum veröffentlicht Nvidia einen neuen Grafikchip auf dem Markt, der ein Abbild seines Vorgängers zu sein scheint? Der Grund liegt in den höheren Taktraten. Aufgrund eines besseren Herstellungsverfahren  ist man nun in der Lage, den Geforce FX 5950 um 25 Mhz mehr auf 475 Mhz zu takten, was aber alles andere als ein riesiger Schritt ist. Vielmehr macht sich der deutlich höhere Speichertakt positiv bemerkbar. Wurde der Speicher des Vorgängers noch mit 850 Mhz getaktet, so kann der Geforce FX 5950 Ultra  auf 950 Mhz schnellen Speicher zurückgreifen.

  ATI Radeon 9800 PRO 128 ATI Radeon 9800 PRO 256 ATI Radeon 9800 XT NVIDIA GeForceFX 5900 Ultra NVIDIA GeForceFX 5950 Ultra
Codename R350 R350 R360 NV35 NV38
Chip 256 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit
Prozess 0.15 Micron 0.15 Micron 0.15 Micron 0.13 Micron 0.13 Micron
Transistors ~107 Million ~107 Million ~107 Million 130 Million 130 Million
Speicher-Bus 256 Bit DDR 256 Bit DDR 256 Bit DDR/DDR2 256 Bit DDR 256 Bit DDR
Speicher-Bandbreite 21.8 GB/s 22.4 GB/s 23.4 GB/s 27.2 GB/s 30.4 GB/s
Pixel Fillrate 3.04 Gigapixel/s 3.04 Gigapixel/s 3.04 Gigapixel/s - Texelrate (Color+Z): 1800 texel/s
- Z-rate (Z): 3600/s
- Stencilrate: 3600/s
- Texturerate: 3600/s
- Texelrate (Color+Z): 1900 texel/s
- Z-rate (Z): 3800/s
- Stencilrate: 3800/s
- Texturerate: 3800/s
Max FSAA Mode 6x 6x 6x 4x 4x
Triangle Transform Rate 380 M Triangles/s 380 M Triangles/s 412 M Triangles/s 315 M Triangles/s 356 M Triangles/s
AGP Bus 2x/4x/8x 2x/4x/8x 2x/4x/8x 2x/4x/8x 2x/4x/8x
Speicher 128 MB 256 MB 256 MB 128/256MB 128/256MB
GPU-Takt 380 MHz 380 MHz 412 MHz 450 MHz 475 MHz
Speicher-Takt 680 Mhz DDR 700 Mhz DDR 730 Mhz DDR 850 Mhz 950 Mhz DDR
Vertex Shader 4 4 4 FP Array FP Array
Pixel Pipelines 8 8 8 16 16
Texture Units Per Pipe 1 1 1 1 1
Textures per Texture Unit 8 8 8 16 16
Vertex S. Version 2 2 2 2.0 2.0
Pixel S. Version 2 2 2 2.0 2.0
DirectX Generation 9 9 9 9 9
FSAA Modi MultiSampling MultiSampling MultiSampling MultiSampling MultiSampling
Memory Optmizations Hyper Z III+ Hyper Z III+ Hyper Z III+ LMA II Optimized
Color Compression
LMA II Optimized
Color Compression
Optmizations SmartShader 2.1
SmoothVision 2.1
SmartShader 2.1
SmoothVision 2.1
SmartShader 2.1
SmoothVision 2.1
IntelliSample HCT IntelliSample HCT
Chip Internal Ramdacs 2 x 400 MHz 2 x 400 MHz 2 x 400 MHz 2 x 400 MHz 2 x 400 MHz
Bits per Color Channel 10 10 10 10 10


An der Größe und Art des Grafikspeichers hat Nvidia nichts geändert. Der Geforce FX 5950 Ultra wird weiterhin mit DDR1-Speicher bestückt. Modelle mit dem neuen Nvidia-Chip wird es wie den Vorgänger in 128 und 256 MB-Versionen geben.

Benchmarks

Als Testplattform diente ein Intel Pentium 4 3,2 Ghz HT, 512 MB DDR PC400, ASUS P4P800 Deluxe Motherboard und Windows XP Professionell.

Unreal Tournament 2003 1280x1024x32 Bit

Geforce FX 5950

Radeon 9800 XT
 

 86,9

Geforce FX 5950 Ultra
 

 81,5

Radeon 9800 Pro 128 MB
 

 81,0

Radeon 9800 Pro 256 MB
 

 80,9

Geforce FX 5900 Ultra
 

 78,4

Radeon 9700 Pro
 

 73,1

Radeon 9600 XT
 

 49,6

Radeon 9500 Pro 128
 

 49,4

Geforce FX 5700
 

 48,2

Radeon 9600 Pro
 

 46,7

Geforce FX 5600 Ultra
 

 40,9


Der deutlich höhere Takt bringt nicht unbedingt den erwünschten Erfolg. Zwar rendert die Geforce FX 5950 Ultra durchschnittlich 2 bis 3 Frames mehr pro Sekunde, trotzdem ist die Radeon 9800 XT weiterhin schneller und bleibt somit Referenz.

Unreal Tournament 2003 1600x1200x32 Bit

Geforce FX 5950

Radeon 9800 XT
 

 64,5

Geforce FX 5950 Ultra
 

 61,7

Radeon 9800 Pro 128 MB
 

 59,7

Radeon 9800 Pro 256 MB
 

 59,6

Geforce FX 5900 Ultra
 

 59,3

Radeon 9700 Pro
 

 53,6

Radeon 9500 Pro 128
 

 35,2

Geforce FX 5700
 

 35,2

Radeon 9600 XT
 

 33,8

Radeon 9600 Pro
 

 32,1

Geforce FX 5600 Ultra
 

 30,6


Das gleiche Bild ergibt sich auch bei einer Auflösung von 1600x1200x32 Bit. Hier hat die Radeon 9800 XT weiterhin die Nase vorn.