Infos zur Geforce 7300: Bilder, Benchmarks, Technische Daten

Am 16. Januar hat Nvidia die neue Geforce 7300-Serie veröffentlicht, welche eine günstige Einsteiger-Karte in die 3D-Welt darstellen soll. Als Konkurrent zur ATI Radeon X1300 soll die Geforce 7300 preisbewusste Käufer ansprechen, welche überwiegend mit ihrem Rechner arbeiten und weniger Wert auf eine gute 3D-Performance legen. Für das eine oder andere Spiel für Zwischendurch ist die Geforce 7300 geeignet, wobei man hier deutliche Abstriche in der Auflösung und Qualität machen muss. Warum man mit diesen Einschränkungen leben muss, erfährt man im Laufe dieses Artikels.

Nvidia Geforce 7300 Logo

Die Geforce 7300 wird von Nvidia unter der Geforce 7xxx-Serie vermarktet. Trotzdem kann man sie als Nachfolger der Geforce 6200 betrachten, welche ebenfalls die Einsteiger-Karte aus der Vorserie war. Demzufolge stellt die Geforce 7300 eine günstige und langsame Alternative zu den deutlich schnelleren Geforce 7800-Modellen dar, welche für den High-End-Bereich konzipiert wurden. Hierbei soll aber gesagt sein, dass der Abstand zwischen den günstigen Geforce 7300 und den schnellen Geforce 7800-Modellen sehr groß ist. Somit sollte jeder, der regelmäßig aufwendige 3D-Games spielt und sich nicht mit niedrigen Auflösungen zufrieden geben möchte, zu einer besseren Grafikkarte greifen.

Technische Daten

Die Geforce 7300 wird anfangs in zwei Versionen erhältlich sein, welche sich in den Taktraten unterscheiden. Die Geforce 7300 GS wird mit 550 MHz Chip- und 800 MHz DDR Speichertakt betrieben. Somit erreicht die Geforce 7300 GS beim Chiptakt die Werte der Extreme Editon aus der Geforce 7800-Serie, nämlich die Geforce 7800 GTX 512. Auf dem ersten Blick ist dieser Wert sehr beeindruckend, doch man muss immer die Architektur des Grafikchips berücksichtigen, denn in der Regel kann ein komplexer Chip nicht so hoch getaktet werden wie ein "einfacher" Chip.

Die Geforce 7300 LE ist noch nicht erhältlich, so dass die Taktraten demnächst nachgetragen werden.

Ein Grund für den hohen Chiptakt aber ist die Tatsache, dass der Kern der Geforce 7300, namentlich der G72, in der feineren 0,09µm-Technologie hergestellt wird. Die schnellen Geforce 7800-Karten werden noch in dem 0,11µm-Verfahren produziert. Dies hat natürlich den Vorteil, dass die Leckströme reduziert, die Transistoren schneller geschaltet und somit die Wärmeentwicklung reduziert werden können, was höhere Taktraten ermöglicht.

Nvidia Geforce 7300 GS

Nvidia Geforce 7300 GS

Der G72-Chip wurde aber stark beschnitten. So besitzt die Geforce 7300 gerade einmal 4 Pixelpipelines, was im Vergleich zur Geforce 7800 GTX mit 24 Pipelines nahezu schmeichelhaft erscheint. Des Weiteren besitzt die Geforce 7300 gerade einmal 3 Vertex-Shader-Einheiten, wodurch die Performance in shaderlastigen Anwendungen stark einbrechen wird. Anhand dieser technischen Daten wird die Nähe zur Geforce 6200 sehr deutlich, da diese fast die gleichen Features unterstützt.

Bei der Geforce 7300 setzt Nvidia die TurboCache-Technologie ein, so dass ein Teil des Hauptspeichers für die Grafikdaten benutzt wird. In Verbindung mit eigenem Grafikspeicher, der in der Regel relativ klein ausfällt, ist die TurboCache-Technologie eine Kombination aus SharedMemory und eigenem Grafikspeicher. Bei der Geforce 7300 fällt der interne Grafikspeicher aber relativ üppig aus. Beträgt der interne Grafikspeicher bei der Geforce 6200 TC und Radeon X1300 HM gerade einmal 32 MB, so gibt es die Geforce 7300 GS als 128 MB und sogar 256 MB-Version. Bei erstem Modell käme das System auf insgesamt 256 MB (128 MB eigener Speicher + 128 MB vom Hauptspeicher) und beim zweiten Modell auf 512 MB (256 MB + 256 MB vom Hauptspeicher). Bei der Geforce 7300 GS mit 256 MB empfiehlt sich ein System mit mindestens 1024 MB Arbeitsspeicher.

Aufgrund des relativ großen Grafikspeichers ist die Geforce 7300 keine "richtige" TurboCache-Karte. Hier kann man die TurboCache-Technologie eher als zusätzliches Feature betrachten. Außerdem werden Kosten gespart, da der Speicher nicht so üppig ausfällt. Ein weiteres Indiz für die Kostensenkung bei der Geforce 7300 ist der Grafikspeicher an sich. Da nur billiger DDR2-Speicher verwendet wird, liegen die Taktraten mit 800 MHz bei der Geforce 7300 GS relativ niedrig.

Ein gravierender Einschnitt wurde in der Speicheranbindung vollzogen. Das Speicherinterface hat bei der Geforce 7300 gerade einmal eine Breite von 64 Bit, was für den heutigen Stand nicht nachvollziehbar ist. Selbst eine Nvidia TNT2 aus dem Jahr 1999 verfügt über ein 128 Bit Speicherinterface und bei immer komplexeren 3D-Szenen ist ein hoher Speicherdurchsatz dringend von Nöten. Diese Tatsache erklärt, warum die Geforce 7300 den Kampf gegen die langsame Radeon X1300 aufnimmt und leistungsmäßig noch nicht einmal an das Niveau einer Radeon X1300 Pro herankommt.

Grafikkarte Geforce
7300 GS
Geforce
7800 GT
Geforce
7800 GTX
Geforce
7800 GTX512
Codename G72 G70 G70 G70
Herstellung 0,09µm 0,11µm 0,11µm 0,11µm
Transistoren ??? Mio. 302 Mio. 302 Mio. 302 Mio.
Chiptakt 550 400 430 550
Speichertakt 800 1000 1200 1700
Anzahl Pipelines 4 20 24 24
Anzahl Vertex Shader 3 7 8 8
Shadereinheit 3.0 3.0 3.0 3.0
Speicher-Schnittstelle 64Bit 256Bit 256Bit 256Bit
Speichergröße 128/256 MB 256 MB 256 MB 256 MB
VGA-Schnittstelle PCIe PCIe PCIe PCIe
Dual-VGA vorerst nicht SLI SLI SLI

Vorerst wird es nicht möglich sein, zwei Geforc 7300-Karten zu einem SLI-Verbund zu koppeln. Grundsätzlich sollte man sich die Frage stellen, ob ein Bundle aus zwei schwachen Modellen überhaupt Sinn macht.

Ansonsten verfügt die Geforce 7300 über alle modernen Features, die mit der neuen Geforce 7xxx-Serie eingeführt wurden. Darunter zählen CineFX 4.0 (DirectX 9c-Support), UltraShadow II und Shader-Version 3.0.

Technische Übersicht

  • Modell: Nvidia Geforce 7300 GS
  • Erschienen: Januar 2006
  • Codename: G72
  • Herstellung: 0,09µm
  • Transistoren: ??? Mio
  • Chiptakt: 550 MHz
  • Speichertakt: 800 MHz DDR
  • Pixelpipelines: 4
  • Vertex-Shader: 3
  • Shader-Version: 3.0
  • DirectX Version: 9c
  • Speicherinterface: 64 Bit
  • Interface: PCIe
  • TurboCache-Technologie
  • CineFX 4.0
  • UltraShadow II