Infos zur Geforce 4 MX 460: Bilder, Benchmarks, Technische Daten

Geforce 4 MX 460Der Name Geforce 4 MX, dessen Codename NV 17 lautet, ist ein wenig irreführend. Denn eigentlich ist er der direkte Nachfolger des Geforce 2 MX und hat eigentlich mit der Geforce 4-Serie nichts zu tun, da dieser wichtige Features der GeForce3 oder der Geforce4 TI nicht implementiert hat. So fehlen Vertex- und Pixel-Shader, die die Grafikkarte zum DirectX-Paket kompatibel machen. Daher ist der Geforce 4 MX eher für den Business- und Office-Bereich geeignet, wobei man sagen muss, dass gerade die 460er-Version eine günstige Alternative für 3D-Spieler ist. Lediglich die weniger getakteten 440er- und 420er-Versionen eignen sich nur bedingt bis gar nicht für 3D-Spiele. Für richtige 3D-Freaks kam der Geforce 4 MX aufgrund des fehlenden DirectX 8-Supports nie in Frage.

Wenn man einmal von der Geforce 3 und Geforce 4 TI absieht, steht eine enormer Leistungsschub zwischen dem Geforce 4 MX und dem Geforce 2 MX. Dieser ist vor allem auf den erhöhten Chiptakt zurückzuführen, welcher erst durch die neue 0,15µm-Technolgie, in der der MX 460 gebaut wird, ermöglicht wurde. Dieser beträgt nämlich beim Geforce 4 MX 460, dem schnellsten Modell der Geforce 4 MX-Serie, bei 300 Mhz, was eine Steigerung von bis zu 50% gegenüber dem mit 200 Mhz getakteten Geforce 2 MX 400 bedeutet.Geforce 4 MX 460

Ein weiteres Manko des Geforce 2 MX war die zu geringe Speicherbandbreite. Die so genannte "LMA II Speicherarchitektur", die eine höhere Speicherbandbreite ermöglicht, und der Einsatz von DD-Ram sind entscheidende Gründe, dass dieses Problem vorerst beseitigt sind. In modernen 3D-Spielen ist häufig dieser Speicherdurchsatz der Flaschenhals bei Grafikkarten, welcher oftmals der Grund dafür ist, dass die Frameraten in den unspielbaren Bereich sinken.

Drei verschiedene Modelle: 460, 440 und 420

Mit dem Geforce 4 MX hat Nvidia drei verschiedene Modelle an den Markt gebracht, um diese in verschiedenen Preisregionen anbieten zu können. Es ist zwar klar, dass alle Modelle der Geforce 4 MX-Serie für den billigen Low-Cost-Markt konzipiert waren, doch wurde dieser noch mal in drei Kategorien aufgeteilt. Die Unterschiede der Geforce 4 MX 460, 440 und 420 liegen lediglich in der Taktrate des Grafikchips und in der Art des Grafikspeicher.

  GeForce4 MX460 GeForce4 MX440 GeForce4 MX420 GeForce2 MX400
Chip Takt 300 MHz 270 MHz 250 MHz 200 MHz
Speicher Takt 550 MHz (DDR) 400 MHz 166 MHz 166 MHz
Speicher 64 MB DD-Ram 64 MB DD-Ram 64 MB SD-Ram 64 MB SD-Ram
Speicherbandbreite 8,800 MB/s 6,400 MB/s 2,656 MB/s 2,656 MB/s
Maximale Füllrate 600 Mpixel/s 540 Mpixel/s 500 Mpixel/s 400 Mpixel/s

Wie man sieht, ist der MX 460 mit 300 Mhz Chiptakt und 550 Mhz Speichertakt das Topmodell der Geforce 4 MX-Serie, mit der man als Anwender eine ordentliche 3D-Leistung zur Verfügung hatte, was in den späteren Benchmarks deutlich wird. Schon etwas abgeschlagen liegt der MX 440. Der MX 420 ist ziemlich ungeeignet für 3D-Spiele und lediglich für Office-Anwendungen wie Word und Excel zu gebrauchen. Ein Grund dafür ist der niedrig getaktete Chiptakt und der verbaute SD-Ram. Dies sind Werte, die fast bei den Werten des Geforce 2 MX liegen, also völlig veraltet.

Einige Monate nach Einführung der Geforce 4 MX-Serie hat man dem MX 440 und MX 460 eine AGP 8x Schnittstelle verpasst, um die Leistungsfähigkeit noch zu steigern. Diese neuen Modelle wurden unter den Namen Geforce MX 480 (MX 460) und Geforce 4 MX 440 SE (MX 440) angeboten. Ob sich dieses Feature wirklich bemerkbar leistungssteigernd ist, ist fraglich. Die AGP-Schnittstelle macht sich erst dann bemerkbar, wenn der Grafikspeicher voll ist und Texturen eines Spiels zum Arbeitsspeicher des Systems ausgelagert werden. Da der Transport zum Arbeitsspeicher um einiges länger dauert als zum Grafikspeicher, versucht man den AGP-Bus zu beschleunigen. Bei AGP 8x werden die Texturen in achtfacher Geschwindigkeit transportiert.

Technische Daten

  • Erschienen im Februar 2002
  • Herstellung: 0,15µm
  • Transistoren: ???
  • Chip Takt: 300 MHz
  • Speichertakt: 550 MHz
  • 64 MB DDR-Speicher
  • Speicherbandbreite: 8,800 MB/s
  • Accuview Anti Aliasing
  • Light Speed Memory Architecture II, vereinfachte Form der GeForce4 TI Speicherarchitektur
  • nView
  • VPE

Benchmarks

Als Testplattform dient ein Intel Pentium 4 2200 Mhz, 256 MB RD-Ram, 12 GB Festplatte, Detonator 27.30 und Windows XP Professional. Außerdem wurde MadOnions (heute FutureMark) 3D-Mark 2001 als Benchmark benutzt.

3D Mark 2001 SE (330) 1024x768x32 Bit

ATI Radeon 7500
 

 5.262

ATI Radeon 8500
 

 8.782

Geforce 2 TI
 

 4.998

Geforce 3 TI 200
 

 6.662

Geforce 3 TI 500
 

 8.056

Geforce 4 MX 440
 

 5.559

Geforce 4 MX 460
 

 6.419

Geforce 4 TI 4200
 

 9.121

Geforce 4 TI 4400
 

 9.949

Geforce 4 TI 4600
 

 10.460

Geforce 4 TI 4600 2x FSAA
 

 8.700

Dafür, dass der Geforce 4 MX 460 für den Office-Bereich geplant war, schlägt er sich gegen die Konkurrenz nicht schlecht. Mit 6.419 Punkten liegt er fast mit der Geforce 3 TI 200 auf. Bei eingeschaltetem 2fach Anti-Aliasing sind keine sind keine starken Einbrüche zu bemerken, so dass man auch aktuelle 3D-Games (stand 2002) mit eingeschaltetem Anti-Aliasing spielen kann. Der 440er ist etwas schneller als der Geforce 2 TI, also auch schon wieder fast zu langsam.