Infos zur Geforce 2 MX: Bilder, Benchmarks, Technische Daten

Geforce 2 MX LogoAls Nvidia im Frühjahr 2000 mit dem Geforce 2 GTS den Nachfolger des Geforce 256 präsentierte, dauerte es nicht lange, bis ein Modell nachfolgte, der die klaffende Lücke zwischen dem bereits veralteten Geforce 256 und dem damals sündhaft teuren Spitzenmodell, dem Geforce 2 GTS, schloss. Diese Rolle übernahm der Geforce 2 MX, der als "kleiner Bruder" besonders für Familien und Leute, die weniger auf 3D-Performance Wert legen, gedacht war. Doch so leicht sollte man den Geforce 2 MX nicht als Billiglösung abstempeln: Der Geforce 2 MX-Chip basiert auf der gleichen 0,18µm Fertigungstechnologie wie der Geforce 2 GTS, nur das dieser mit 175 anstatt mit 200 Mhz getaktet wird und nur 2 anstatt 4 Pixelpipelines besitzt. Dies waren die Gründe, warum der Geforce 2 MX so günstig war, doch in 3D-Leistung kann er mit dem Vorgänger-Spitzenmodell, dem Geforce 256, locker mithalten.

  GeForce2 MX Memory Interface:
Texel/ Sek:
Speicherbandbreite:

  GeForce2 MX 400 Memory Interface:
Texel/ Sek:
Speicherbandbreite:

  GeForce2 MX 200 Memory Interface:
Texel/ Sek:
Speicherbandbreite:

  64/128-bit SDR, 64-bit DDR
  700 Millionen
  2.7GB/s

  64/128-bit SDR, 64-bit SDR
  800 Millionen
  2.7GB/s

  64-bit SDR
  700 Millionen
  1.3GB/s
 

Der Suffix "MX" im Namen dieses Grafikchips steht für Multi-Transmitter und bedeutet, dass man an den Chip bis zu zwei Displays Geforce 2 MX 400 anschließen kann. Nvidia nannte dieses Verahren "TwinView". Dahinter steckt eine ähnliche Technologie wie DualHead von Matrox. Es erlaubt den Anschluss von zwei Displays zur gleichen Zeit. Dabei sind verschiedene Kombinationen zwischen VGA-Monitoren, digitalen Flat Panels und Fernsehgeräten möglich. Die einzige Begrenzung, die nicht möglich ist, ist, dass man nicht zwei Fernsehgeräte gleichzeitig betreiben kann. Im Vergleich zu Matrox sind die Unterschiede zwischen TwinView und DualHead minimal: An den GeForce2 MX lassen sich zwei digitale TFT-Bildschirme anschließen. Bei Matrox geht das nicht. Damit ist der MX auch für Banken und Versicherungen interessant, da diese oft Flat Panels einsetzen. Als Protokoll benutzt NVIDIA das Transmission Minimized Differential Signaling, kurz TMDS. Als Konnektoren kann man damit die PnD, DFP und DVI-Buchsen einsetzen.

Allgemeine Informationen

  • Erschienen am: Juni 2000
  • Graphics Core: 256 Bit
  • Memory Interface: 64, 128 Bit
  • Transistoren: ???
  • Speicherunterstützung: Bis 128 MB
  • API: DirectX 7
  • Micron: 0,18 µm
  • AGP: 2x, 4x

Technische Informationen


  GeForce 256 GeForce2 MX GeForce2 GTS
Herstellungsprozess 0,25 Micron 0,18 Micron 0,18 Micron
Rendering Pipelines 4 2 4
Texturen pro Pipeline 1 2 2
Chiptakt 120 MHz 175 MHz 200 MHz
Speicher-Interface und -Speichertakt 128 Bit, 166-300 MHz 64 oder 128 Bit, 166-333 MHz 128 Bit, 333 MHz
Pixel-Füllrate 480 MPixels/s 350 MPixels/s 800 MPixels/s
Texel-Füllrate 480 MTexels/s 700 MTexels/s 1,6 GTexels/s
Polygonrate 15 MPolys/s 20 MPolys/s 25 MPolys/s
TwinView Nein Ja Nein
Digital Vibrant Control Nein Ja Nein
aktive Kühlung Ja Nein Ja
HDVP Nein Ja Ja
Damaliger Retail-Preis 450 bis 750 DM 300 bis 400 DM 800 bis 850 DM

Benchmarks

Das System bestand aus einem Pentium III 1000 Mhz, 128 MB PC-133, Asus CUSL2-Motherboard und Windows 98 SE. Als Benchmark wurde der allseits beliebte 3D-Shooter "Quake III Arena" (Demo 001, High Quality) bei einer Auflösung von 1024x768x genommen.


Geforce 2 MX 32 SD-Ram 175/166
 

 41.1

Geforce 2 GTS 32 DD-Ram 200/333
 

 77.9

Geforce 256 32 SD-Ram 120/300
 

 62.8

Geforce 256 32 SD-Ram 120/166
 

 43.0

Wie man gut erkennen kann, reicht die Leistung des Geforce 2 MX nicht an die des Geforce 256 heran (zumindest nicht in diesem Benchmark). Der GeForce SDR besitzt eine höhere Pixel-Füllrate. Dies verhilft ihm, in diesem Fall vor den MX zu rücken.